Inhaltsverzeichnis Montuïri Mallorca-Market Startpage

Pfarrkirche Sant Bartomeu

Die im 14. Jh.erbaute und in den Jahren 1755-1773 renovierte Pfarrkirche erhebt sich über einen, im Volksgebrauch Els Graons genannten Wall.  Ein nüchternes Portal und eine Rosette schmücken die hohe Wand der Hauptfassade; die Seitenfassade verziert ein Medaillon mit dem Stadtwappen. und an beiden Fassaden gibt eine Sonnenuhr die Zeit an.

Den fünfgliedrigen Glockenturm mit Doppelfenster und Balkon im oberen Teil krönt eine Kuppel , über der ein kleiner Balkon den Leuchtturm umschließt. Das Kirchenschiff wird von einem großen Tonnengewölbe, gestützt von Spitzbögen mit Stichkappen bedeckt. Im hinteren Teil schmücken Stoffmalereien mit vergoldetem Rahmen und Blumenzeichnungen auf Stein die Wände.

Die Hauptapsis weist Rundbögen und einen prächtigen Hängezwickel mit vergoldeten Riefen auf. Die Seitenkapellen haben Spitzbögen und Kreuzgewölbe. Sehenswert ist der Hauptaltar mit der Darstellung der Himmelfahrt der Heiligen Jungfrau. Auch die Seitenaltäre besitzen ausgezeichnete Retabel und Holzschnitte.

Die 1698 erbaute Hauptkapelle mit achteckigem Kuppelgewölbe wurde im Jahre 1953 von Mosén Lloenç Bonnin mit Freskenmalereien dekoriert. Das mit Flachreliefs verzierte Taufbecken ist aus Santanyí-Stein. Der Eingang zur Chortreppe wird  von zwei Korbbögen graziös unterteilt; auf der Empore steht eine Orgel aus dem 17. oder 18. Jh., 1988 von Pere Reinés restauriert. In der Sakristei mit Kreuzgewölbe ist eine fein gemusterte Kommode und ein Handwaschbecken aus Stein mit dem Wappen von Montuïri aus dem Jahre 1642 aufbewahrt.


Pfarramt

Das Pfarramt ist an der Plaça Major, neben der Pfarrkirche Sant Bartomeu gelegen. Es stammt aus Ende des 14. oder Anfang des 15. Jahrhunderts.

Sehenswert im Innern die Sammlung von "Guergues" aus der Renaissance. Das Eingangsportal schließt ein Rundbogen ab; ein gotischer Bogen trennt die beiden Korridore im Innern.

Santuarium
Mare de Deu de la Bona Pau

Zunächst nur Einsiedelei ist die Kapelle ab 1523 Verehrungsstätte des Hl. Michael. Das Bildnis der "Jungfrau des Guten Friedens" wird ab 1647 angebetet. Die Kapelle wird zwischen 1695-1713 renoviert und zwischen 1843-1845 das Strohdach durch ein Tonnengewölbe ersetzt.

Die Vorderseite weist ein schlichtes Portal mit kleiner Nische, Sonnenuhr, Rosette und einem Glockentürmchen mit Rundbogen auf. In der halbkreisförmigen Apsis wird das Bildnis der Muttergottes von den Heiligen Johannes der Täufer und Michael begleitet. Die fünf Kapellen sind den Jungfrauen Carmen, Bárbara, Apolonia, der Pietà und Christus gewidmet. Der Predigtstuhl wurde 1855 und die von drei Flachbögen gestützte Empore 1869 errichtet.


Die Windmühlen

Die älteste dokumentierte Getreidemühle Mallorcas befindet sich in Alquería Blanca bei Santanyí und stammt aus dem Jahre 1262. Das exakte Alter der meisten läßt sich heute aufgrund fehlender Unterlagen nicht mehr bestimmen, doch wurde der Großteil im 17. und 18. Jh. erbaut. Mit Beginn des 20. Jh. setzt der Verfall , und schon im Jahre 1920 war z.B. in Montuïri keine Windmühle mehr in Betrieb.

Merkmal dieser Mühlen ist der massige Steinturm, dessen Höhe von der Länge seiner Flügel bestimmt wird und ein Mechanismus, kraft dem der Impuls des Windes aufgefangen und an den beweglichen Mühlenstein weitergegeben wird.

MÜHLENTYPEN
Mühlenturm mit quadratischem, rechteckigem, rundem oder achteckigem Unterbau.
Mühlenturm ohne Unterbau

Historische Mühle

LAGE
Alleinstehend.
Im Ortskern mit Fassade zur Straße.
Zu einem Landsitz gehörig.
In einem Häuserblock, verdeckt oder sichtbar, gelegen.

HEUTIGER ZUSTAND
Im Moment als die Mühlen nicht mehr der Mehlgewinnung dienten, wurden sie einem alarmierenden Zerfallsprozess ausgesetzt. Einige sind heute verlassen, mit abgerissenen Dächern, brüchigen Treppen, in ruinösem Zustand, teilweise auf inkorrekte Weise restauriert, während andere um- und ausgebaut und zu Wohnungen umfunktioniert worden sind.


Molí d'en Fraret

LAGE:
Die unter dem Namen "Molí d'en Fraret" bekannte Windmühle ist auf Es Velar de Sa Torre, einer kleinen Erhebung im Nordosten von Montuïri, an der Verbindungsstraße von Montuiri nach Sant Joan gelegen.

BESCHREIBUNG:
Die einstige Getreidemühle wurde von Wind betrieben: die Windenergie wurde an auf den Flügeln angebrachten Planen übertragen, die anhand von recht- oder dreieckigen Segeln ihre Bewegung an Mühlsteine weiergaben, um Weizen oder anderes Getreide zu Mehl zu zermahlen.

Die Stadt Montuïri und die Lehrwerkstatt von FODESMA haben das Gebäude vollständig renoviert.



Aktuelle Verwendung der Windühle
Im Rahmen einer Forschungsarbeit auf Mallorca besuchte eine Gruppe von Archäologen der Autonomen Universität von Barcelona im Juli 1974 auch die Gegend von Son Fornés. Überrascht vom archäologischen Reichtum der Stätte, holten sie bei der staatlichen Denkmalschutzbehörde die entsprechenden Erlaubnisse ein und konnten 1975 mit den Ausgrabungsarbeiten beginnen, die sich bis ins Jahr 1988 fortsetzten. Anfang 1997 wurden die Forschungsarbeiten im Labor der Mühle aufgenommen.

Heutiger Stand
Heute arbeiten zwei Archäologen und eine Restauratorin  ständig im Forschungszentrum der einstigen Getreidemühle, das übrige Team in der Autonomen Universität Barcelona.

Informationszentrum für Touristen
Am 7. Januar 1998 wurde seitens der Stadt Montuíri und mit Unterstützung der Mancomunitat im Molí d'en Fraret ein Informationszentrum eingeweiht, dessen Ziel es ist, die Entwicklung des Landtourismus anzutreiben, das Kunsthandwerk zu beleben, dem Besucher jegliche Art  von Information über die Gegend zukommenzulassen sowie neue Initiativen zu fördern.


Das Mühlenviertel:
"Es Molinar"


Montuïri zählt zu den ältesten Ortschaften Mallorcas. Unter den Arabern bildete sie einen der zwölf Distrikte, in denen das damalige Mayurqa aufgeteilt wurde. Unter Jaume II erhielt sie im Jahre 1300 einen ersten Ortskern, den Quadrat, der sich an das Mühlenviertel anschließt.
Alte Mühle im Mühlenviertel



Alte Mühle
im Mühlenviertel
'Es Molinar'
Mühlenviertel von Montuiri
Die 8 Mühlen des Molinar, die noch heute erhalten geblieben sind, haben das Ortsprofil geprägt. Ihre Steintürme, die den Wind als Energiequelle benutzten, sind ein lebendiges Zeugnis für eine von Natur und Boden abhängige Vergangenheit.

Es waren ausschließlich Getreidemühlen, einige mit rechteckigem oder rundem Unterbau, andere ohne. Der Großteil wurde in den 20er Jahren außer Betrieb gesetzt, ein Teil ist zu Wohnungen ausgebaut worden.
Die Namen dieser Mühlen lauten:
Molino de´n Vermell, Molino d'en Nofre, Molino de´n Serra, Molino de´n Ferrando, Molino de´n Perons, Molino de Ca Ets Andreus,  Molino de´n Tavet, Molino de´n Rigo.


Casa de Ses Monges

Der Bau aus dem Jahre 1868 wurde in späteren Epochen erweitert und beherbergt  heute das Gesundheitszentrum sowie Speiseraum und Residenz für alte Leute.


< ' Montuiri ' Top of THIS page << 'Inhaltsverzeichnis' <<< 'Mallorca-Market Startpage'
http://mallorca-market.com · © 011003